{"id":230146,"date":"2022-08-25T10:41:21","date_gmt":"2022-08-25T10:41:21","guid":{"rendered":"https:\/\/germanyafrica.com\/?p=230146"},"modified":"2022-08-25T10:41:24","modified_gmt":"2022-08-25T10:41:24","slug":"leassons-learned-vom-namibian-green-hydrogen-investment-forum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/germanyafrica.com\/de\/leassons-learned-vom-namibian-green-hydrogen-investment-forum\/","title":{"rendered":"&#8220;Leassons Learned&#8221; vom Namibian Green Hydrogen investment forum"},"content":{"rendered":"<p>Die Invasion der Ukraine ist schon seit mehreren Monaten im Gange und leider ist aktuell kein Ende in Sicht. Die Bilder aus St\u00e4dten wie Mariupol sind nicht mehr aus den K\u00f6pfen der Menschen zu kriegen und es wird in der europ\u00e4ischen und deutschen Politik eindeutig, dass russisches Gas nicht mehr unterst\u00fctzt werden soll und darf. Daher steigt die Angst vor Energieknappheit, und gleichzeitig das Interesse an Alternativen wie Wasserstoff stetig.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 18. Mai wurde das \u201eNamibia Green Hydrogen Investment Forum\u201c von T&amp;T&nbsp;Corporations in Paris abgehalten, wo sich Expert*innen der Wasserstoffbranche \u00fcber das Wasserstoff-Potential von Namibia austauschten.<\/p>\n\n\n\n<p>Namibia ist eines der L\u00e4nder, welche idealen Voraussetzungen f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff bietet. Mit seiner langen K\u00fcste und vielen Sonnenstunden hat es exzellente Bedingungen, gr\u00fcnen Wasserstoff aus etwa Solarenergie zu produzieren, und diesen auch \u00fcber seine Hafenst\u00e4dte ins Ausland zu exportieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das deutsche Unternehmen Enertrag ist mit seiner Beteiligung an Hyphen Hydrogen Energy eine der Pioniere f\u00fcr den namibianischen Markt. Das Gro\u00dfprojekt soll j\u00e4hrlich rund 300.000 Tonnen gr\u00fcnen Wasserstoff und Wasserstoff-Derivate wie Ammoniak im Tsau-Khaeb-Nationalpark produzieren. Firmen wie Enertrag spielen eine wichtige Rolle, damit sich aus dem Wasserstoffpotenzial ein nachhaltiger Industriezweig entwickeln kann. Denn durch Gro\u00dfprojekte wie Hyphen k\u00f6nnen sich Folgeprojekte entwickeln und schnell einen Wasserstoff-Boom hervorbringen, der diesen letztendlich auch rentabel macht. Die wirtschaftliche Ertr\u00e4glichkeit ist aktuell eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen im Themenbereich Wasserstoff.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Export von Wasserstoff spielt dabei eine wichtige Rolle. Daher habe ich mich sehr gefreut, das Panel \u201eNamibia, a key partner in the global green hydrogen agenda: Case Study Germany \u2013 Perspective from importing countries\u201d zu moderieren und die deutsche Perspektive zum Thema Wasserstoff zu diskutieren. Gemeinsam mit Dr. Simon Sch\u00e4fer-Stradowsky vom Institut f\u00fcr Klimaschutz, Energie und Mobilit\u00e4t e.V., Erhan Erdogan von Hydrogenious LOHC Technologies und Dr. Ing. Ouda Salem vom Fraunhofer Institut ISE, haben wir einen Blick auf den Forschungsstand und die Infrastruktur in Deutschland geworfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was ganz deutlich wurde: Deutschland hat beim Thema Wasserstoff verschlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Terminals f\u00fcr den Import sind noch nicht bereit, Regulatorien f\u00fcr Pipelines noch nicht ausreichend vorhanden und die B\u00fcrokratie ist, wie bei vielen anderen Dingen, wieder das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz darf man positiv geneigt in die Zukunft schauen. Die aktuelle geopolitische Lage war f\u00fcr Deutschland ein akuter Weckruf, und die Bundesregierung ist bereit, in Infrastruktur und Forschung zu investieren, um schnelle Handlungsoptionen f\u00fcr die Privatwirtschaft zu erm\u00f6glichen. Viele Firmen stehen bereits in den Startl\u00f6chern, und auch durch Initiativen wie H2 Atlas wird das Potential f\u00fcr einen deutsch-afrikanischen Austausch gef\u00f6rdert. Ebenfalls besitzt Deutschland bereits eine geeignete Infrastruktur, und muss nicht von null anfangen. Wir k\u00f6nnen bereits vorhandene Anlagen, wie LNG-Terminals, gegebenenfalls auch f\u00fcr Wasserstoff nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Aspekt, den man nicht au\u00dfer Acht lassen sollte, ist das Potential von gr\u00fcnem Wasserstoff f\u00fcr die namibianische Wirtschaft. Die lokale Regierung hat w\u00e4hrend der Konferenz ihre nationale Wasserstoffstrategie vorgestellt und deutlich gemacht, dass Wasserstoff gezielt in die lokale Mobilit\u00e4tsinfrastuktur integriert werden soll. Dies ist ein wichtiger Punkt, der in der aktuellen Diskussion rund um Wasserstoff vernachl\u00e4ssigt wird. Denn es ist von gro\u00dfer Relevanz, dass das Produzentenland nicht die gleichen Fehler wie Deutschland begeht, sondern von Anfang an eine resilientere Infrastruktur aufbaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig, die Chancen von Wasserstoff nicht als eine&nbsp;Form von Neo-Kolonialismus entgleisen, sondern L\u00e4nder wie Namibia ganz klar den Lead \u00fcbernehmen zu lassen. Die namibische Regierung ist in den letzten Wochen durch ganz Europa gereist, war sogar in Davos um ihre Wasserstoffstrategie vorzustellen. Sie hat klar bewiesen, dass sie die Kompetenzen hat, mit dem Westen auf Augenh\u00f6he zu verhandeln und eine klare Vision f\u00fcr ein starkes Namibia zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich blicke gespannt auf die Zukunft von Wasserstoff und bin mir nach meinem Besuch in Paris sicher, dass Namibia einer der Vorreiter von Wasserstoff auf dem afrikanischen Kontinent sein wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Invasion der Ukraine ist schon seit mehreren Monaten im Gange und leider ist aktuell kein Ende in Sicht. Die Bilder aus St\u00e4dten wie Mariupol sind nicht mehr aus den K\u00f6pfen der Menschen zu kriegen und es wird in der europ\u00e4ischen und deutschen Politik eindeutig, dass russisches Gas nicht mehr unterst\u00fctzt werden soll und darf. 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