„Lessons Learned“ aus der African Energy Week 2021

Das Germany Africa Business Forum (GABF) hat auf der African Energy Week (AEW) 2021 in Kapstadt erfolgreich den europäischen Pavillon ausgerichtet.  

Das GABF hat es zustande gebracht, einen Mix aus verschiedenen Akteuren der europäischen Energiewirtschaft zusammenzubringen. So waren „Big Player“ wie Siemens und Mazars, Mittelständer wie SustainPower, aber auch Start-Ups wie (B) Energy mit ihren Ständen im Pavillon vertreten. 

Das große Thema der Veranstaltung war die Bekämpfung der Energiearmut auf dem afrikanischen Kontinent, und welche Maßnahmen wichtig sind, um zukünftig jedem*r Afrikaner*in Zugang zu einer verlässlichen Energieversorgung zu garantieren. 

Ein wichtiger Schritt dabei ist auch die afrikanische Jugend miteinzubeziehen. Am zweiten Tag der Konferenz hat Jessica Stang, Community Managerin des GABF, auf dem Panel „Youth in Energy“ über die Herausforderungen und Chancen des afrikanischen Energiesektors in der Zukunft diskutiert. „Es ist enorm wichtig, erneuerbare Energien aufzubauen, die neuen Herausforderungen wie dem Klimawandel gewachsen sind. Es ist dabei aber auch von großer Bedeutung, dass erneuerbare Energien ebenfalls eine Industrie in Afrika aufbauen müssen, wie in etwa Manufakturen vor Ort, damit auch nachhaltig Jobs für die Jugend generiert werden können.“, so Jessica Stang. 

Auch Günter Nooke, Afrikabeauftragter der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel, hat sich in seinen beiden Reden stark für den Einsatz von erneuerbaren Energien gemacht, um so die Energiearmut in Afrika klimaneutral bekämpfen zu können. Denn kurz nach der COP26 wurde natürlich auch in Kapstadt viel diskutiert, wie man den Bedarf an Energie decken, aber zeitgleich klimaneutrale Energie produzieren kann. 

Um diesen Dialog weiter zu fördern hat auch NJ Ayuk, Executive Chairman der African Energy Chamber am letzten Tag der Konferenz angekündigt, einen „Green Energy Dialogue“ auf der African Energy Week 2022 zu initiieren, um genau diese Problematiken tiefergehend zu erörtern. 

Das GABF hatte bereits dieses Jahr in Kapstadt bei einem informellen VIP Lunch über die Herausforderung der Energiewende in Afrika diskutiert. Unter dem Thema „Europäische Energiewende – Ein Vorbild für Afrika?“ hat das GABF gemeinsam mit Expert*innen aus Deutschland, Südafrika, Norwegen, Nigeria und Frankreich darüber gesprochen, welche Lehren aus der europäischen Energiewende gezogen werden können, aber auch wie diese im afrikanischen Kontext Anwendung finden. 

„Was wir aus unserer Debatte mitnehmen konnten ist, dass es keine Blaupause für die Energiewende gibt. Man muss aus der Geschichte lernen und für afrikanische Probleme afrikanische Lösungen anbieten, und dabei die Besonderheiten von jedem Land bedenken. Wir vom GABF sind sehr dankbar, dass es wieder möglich war, sich im realen Leben auszutauschen, und dass man neuen Input für die Arbeit im nächsten Jahr sammeln konnte.“ so abschließend Jessica Stang.