Deutsche Expertise steckt hinter der ersten LNG-Speicher- und Regasifizierungsanlage Westafrikas

Die deutschen Unternehmen ESC Engineers und Noordtec haben bei der Planung, Entwicklung und dem Bau des Akonikien LNG-Projekts in Äquatorialguinea eng mit dem äquatorialguineischen Auftragnehmer Elite Construcciones zusammengearbeitet. Die 14.000 Kubikmeter große Lager- und Regasifizierungsanlage wurde diese Woche von S.E. Gabriel Mbaga Obiang Lima, Minister für Bergbau und Kohlenwasserstoffe, eingeweiht und ist die erste derartige Anlage in Westafrika.

Das Projekt ist Teil der LNG2AFRICA-Initiative Äquatorialguineas, die darauf abzielt, kleine LNG-Projekte zu entwickeln, um afrikanisches Gas an afrikanische Länder und Regionen mit begrenzter Infrastruktur zu liefern. Die Anlage in Akonikien wird LNG aufnehmen und an verschiedene Industrien auf dem Festland wie Strom und Zement verteilen.

“Deutsche Unternehmen haben einmal mehr ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, wertvolles technisches Know-how und Technologie einzubringen, um Afrikas wachsenden und komplexen Energiebedarf zu decken”, erklärte Sebastian Wagner, Gründer des Germany Africa Business Forum (GABF). “Noch wichtiger ist, dass dieses Projekt in Zusammenarbeit mit deutschen KMUs realisiert wurde, was die wachsende Zahl privater deutscher Unternehmen zeigt, die in der Lage sind, in Zusammenarbeit mit afrikanischen Unternehmen an einem wichtigen Energieprojekt zu arbeiten. Deutschland hat eine starke Expertise in den Bereichen Gas, Strom und erneuerbare Energien entwickelt, die alle zu einem zentralen Bestandteil der afrikanischen Energieagenda geworden sind.”

Um die wachsende Energiekooperation zwischen Deutschland und Afrika zu unterstützen, hat das GABF im vergangenen Monat eine Förderzusage in Höhe von mehreren Millionen Euro für Investitionen in deutsche Energie-Startups mit Schwerpunkt Afrika gestartet. Die Förderzusage, die Mittel an deutsche Start-ups mit Engagement in afrikanischen Energieprojekten zusagt, ist die erste derartige überregionale Initiative. Es steht im Einklang mit der erneuten Fokussierung Deutschlands auf Afrika, denn das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gibt der Zusammenarbeit mit dem Kontinent durch den Marshallplan mit Afrika neue Impulse.